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1. Kontrolle, Wartung und Entsorgung der Granulatreste und Aktivkohle

Das Neutrakon® muss nur einmal jährlich kontrolliert werden, unter bestimmten Voraussetzungen auch gewartet werden!

1.1 Kontrolle
Die Erstfüllung an Neutrakon®- Granulat reicht mindestens ein Jahr. Das Granulat verbraucht sich selbstständig. Es reagiert mit dem Kondensat und löst sich dabei auf. Um die einwandfreie Funktion zu gewährleisten, muss das Neutrakon® einmal jährlich kontrolliert werden:

1. Füllstand prüfen! Liegt der Granulatpegel unter der Maximum – Markierung, Wartung durchführen (siehe Punkt 1.2.).
2. pH-Wert mit pH - Indikatorstäbchen messen! Liegt der pH-Wert unter 6,5, Wartung durchführen (siehe Punkt 1.2.).
3. Die Aktivkohle muss einmal jährlich ausgetauscht werden. (Kohlenwasserstoffe lagern sich an.)

Eine Neutralisation kann nur erfolgen, wenn das Granulat durchflossen wird! Der Granulatfüllstand darf nicht unter den Kondensatpegel absinken!

1.2 Wartung
1. Neutrakon ® demontieren.
2. Granulat auflockern (z.B. mit einem Kunststoffreinigungsstab), frisches Neutrakon® - Granulat bis zur „Max“ Anzeige (rotes Etikett) nachfüllen.
3. Mögliche Verfärbungen, beeinträchtigen die Neutralisationsfunktion des Filters nicht! Bei starker Verschlammung oder Granulatverbackung das komplette Granulat austauschen.
4. Neutrakon® wieder einbauen.
5. Auf Dichtigkeit prüfen!

Im horizontal eingebauten Filtergehäuse muss mindestens 4 cm Luftraum über dem Granulat bzw. der Aktivkohle frei bleiben. Die Zu- und Ablauf – Öffnungen dürfen nicht ganz mit Granulat oder Aktivkohle bedeckt sein, um eine Verstopfung des Filters auszuschließen.

1.3 Entsorgung
Die Granulatreste und die Aktivkohle können bei thermischer Entsorgung (in Deutschland flächendeckend) über den normalen Hausmüll entsorgt werden. Ist dies nicht gewährleistet ist die fachgerechte Entsorgung bei der zuständigen Behörde zu erfragen!

2. Wozu ist der Booster gut und wie soll er angeschlossen werden?

Der Booster führt Luft in die Neutralisation ein und bewegt das Kondensat. So werden die Metallionen daran gehindert sich am Neutrakon®-Granulat abzulagern. Die Ablagerungen werden mittels der Membranpumpe aufgewirbelt und fließen mit dem Kondensat ab. So kann das Neutrakon®-Granulat über einen sehr langen Zeitraum aktiv bleiben.
Der elektrische Anschluss muss parallel zum Brenner erfolgen. Er ist ausschließlich durch ausgebildetes Fachpersonal nach der Montageanleitung des Heizungsherstellers durchzuführen.

3. Welche Anschlussmöglichkeiten habe ich bei der Neutralisation?

 Die Neutralisation kann wahlweise über eine Mommertz Winkeltülle DN40/19mm mit einem handelsüblichen Schlauch an einer Kondensathebeanlage (bei Bodenmontage) oder direkt mit HT DN 40 Rohren an der jeweiligen Hausentwässerung
(bei Wandmontage) angeschlossen werden.

4. Wo kann ich das Granulat und die Aktivkohle erwerben?

Das Neutrakon®-Nachfüllgranulat und die Aktivkohle kann entweder über den Heizungshersteller, Großhändler, Heizungsinstallateur in Ihrer Nähe und oder direkt bei Mommertz GmbH (Tel. +49 8221 8238/, Fax 08221 38616, Mail: info@mommertz.de) erworben werden.

5. Was ist ein Neutralisationsprozess?

Bei der Verbrennung kohlenwasserstoffhaltiger Brennstoffe, z. B. Erdgas, Flüssiggas und Heizöl, entstehen durch Oxidation neben Kohlendioxid und Wasser auch Schwefel- und Stickstoffoxide. Diese Oxide bilden bei der Reaktion mit Wasser Säuren, wie z. B. schweflige Säure, Schwefelsäure, salpetrige Säure und Salpetersäure, die teilweise an den Wärmeaustauscherflächen des Brennwertkessels und in der Abgasanlage kondensieren und den niedrigen pH-Wert der Brennwertkondensate bewirken.

Diese Säuren reagieren mit dem Granulat in der Neutralisationsanlage und werden von einem „sauren“ pH –Wert (min. pH 1,8) auf einen neutralen pH-Wert > 6,5 angehoben. Damit werden die Abwasserrohre nicht mehr von der Säure angegriffen.

6. Worin besteht der Unterschied zwischen Brennwertkessel und konventionellem Kessel?

Ein Brennwertkessel ist ein Heizkessel für Warmwasserheizungen, der den Energieinhalt des eingesetzten Brennstoffs nahezu vollständig nutzt. Der Unterschied zu konventionellen Kesseln besteht darin, dass Brennwertkessel auch die Kondensationswärme des Wasserdampfes im Abgas nutzen. Durch die Nutzung dieser Kondensationswärme tritt eine Verbesserung des verbrennungstechnischen Wirkungsgrades ein. Bei konventionellen Heizkesseln wird die im Wasserdampf enthaltene Wärme nicht genutzt, sondern einfach über den Schornstein an die Atmosphäre abgegeben.

7. Was bedeutet die Abkürzung: DWA-A 251?

DWA-A 251 bedeutet Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. - Arbeitsblatt 251 und regelt die Einleitung von Kondensaten aus Feuerstätten, die mit Erdgas- oder Mineralölprodukten betrieben werden, um das öffentliche Kanalnetz zu schützen.

8. Kann ich neutrakon.de auf meiner Webseite einbinden und verlinken?

 Ja! Bitte kontaktieren Sie uns.

 

9. Ab wie viel kW-Feuerungsleistung sollte man eine Neutralisationsanlage anschließen?

Um sich vor Korrosion durch die aggressive, saure Kondensate zu schützen, empfehlen wir immer eine Neutralisationsanlage anzuschließen, bzw. neutralisieren!
Eine Neutralisation ist erforderlich, wenn die Abwasserrohre den Materialanforderungen (siehe DWA-A 251, Punkte 2) und 3)) nicht entsprechen, d.h. wenn die Rohre z.B. aus Beton, Faserzement oder Metall sind.

Ausgehend von DWA-A 251 gelten für die verschiedenen Anlagen in Abhängigkeit von Ihrer Größe und der Nutzungsart der Gebäude, in denen sie installiert sind, die Regelungen nach folgender Tabelle.

Tabelle

Auszug: Arbeitsblatt DWA-A 251, Kondensate aus Brennwertkesseln, November 2011, S. 11

 

10. Was passiert eigentlich, wenn ich KEINE Neutralisationsanlage an meinem Brennwertkessel anschließe?

 Durch das Ableiten von säurehaltigem Kondensat besteht die Gefahr von unkalkulierbaren Folgeschäden an den Abwasserrohren und dem Hausanschluss durch Säurekorrosion, die mit dem Einsatz einer Neutralisation ausgeschlossen werden.

11. Wer darf die Neutralisationsanlage installieren?

Die Neutralisation ist durch einen Heizungsfachbetrieb zu installieren.

12. Die Neutralisationsanlage funktioniert nicht. Was soll ich tun?

Sollten sich trotz fachgerechter Montage Probleme ergeben, fragen Sie Ihren Heizungsinstallateur oder wenden Sie sich an uns:

 

Mommertz GmbH
Daimlerstr. 8
89312 Günzburg

Tel.: +49 8221 8238
Fax: +49 8221 38616

E-Mail: info@mommertz.de
Internet: www.neutrakon.de












 

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